Die Leipziger Buchmesse 2018 – Von Schneestürmen, Dumdum und dem Chaos-Team

Wie alles begann: Die Anreise

  

Leipzig wird anders. Entspannter, stressfreier und überhaupt. Getreu nach diesem Motto ging es los. Während die Bücher via Spedition geliefert werden, düsen Ralf und ich zum Lager, holen Merchandising und fahren dann direkt los. Viereinhalb Stunden stehen uns bevor und wir fahren bereits am Dienstag vor der Messe. Das läuft dann auch ziemlich gut, ohne Stau oder Probleme kommen wir durch bis Leipzig. Auf dem Weg macht Ralf an Tankstellen seine Herkunft deutlich, indem er die Leute mit »Ade« verabschiedet. Ich sage: »Adele«, was ihn zur Weißglut treibt. *muahah*
Am Abend erreichen wir Leipzig. Mein erstes Erlebnis: Ein riesiger fetter Mercedes braust vor mir durch eine Pfütze. Zur Freude von Nadine und Ralf, die ständig kichern, bin ich klitschnass. Mein Kommentar: »Ich bin feucht. But not in a good way.« So beginnt die Messzeit.

        

Nachdem wir uns im Hotel unter großem Hallo begrüßt haben und eine bekannte Burger-Kette unsicher machten, geht es ins Bett. Schließlich wollen wir alle beim Aufbau fit sein. Sind wir dann auch.

Unser erster Tag: Der Aufbau

Die Halle ist leicht zu finden, der Standbau dauert eine Stunde (dank Nadine und Ralf) und danach haben wir frei. Ein gemütliches Abendessen steht an, bei dem auch Nadines Schwester und deren beste Freundin dabei sind. So langsam kommt die Aufregung. Das bekannte Kribbeln, das ich vor jeder Messe habe – gespannte Erwartung. Mal schauen, wie es morgen wird.

  

Es geht los – Die Messe öffnet ihre Tore

Wie immer bei einer Messe, klingelt der Wecker viel zu früh. Und während ich am Tag davor noch das blühende Leben war, scheine ich über Nacht ein paar Jahre verloren zu haben. Gähnend tapse ich ins Bad, knalle wie durch ein Wunder gegen keine Wand und sitze irgendwann am Frühstückstisch. Den Weg zur Messe kennen wir vom Vortag, trotzdem lassen wir Ralfs Navi laufen. Nachdem es sich aufhängt und das Ziel löscht, führt es uns zurück zum Hotel, was wir glücklicherweise rechtzeitig merken. Ein neuer Name für das dämliche Teil ist geboren: Dumdum. Obendrein bringt es uns nämlich immer auf die Linksabbiegerspur.
Dann kommen wir auch schon an und die Tore öffnen sich. Innerhalb kürzester Zeit sind wir belagert und ich vergesse alles um mich herum. Oft auch essen und trinken, aber glücklicherweise drücken mir Nadine, Ralf oder Annika zwischendurch etwas in die Hand.

Ich bin völlig geflasht und das Gefühl hält auch die kommenden Tage an. Warum? Weil ganz viele Leser am Stand vorbeischauen und mit mir plaudern. Die Atmosphäre ist familiär und toll. Obendrein werden mir plötzlich Geschenke in die Hand gedrückt. Womit ich das verdient habe? Keine Ahnung, aber ich bin total gerührt. Marmelade, ein Laserbild, Pummeleinhörner, eine Bierflasche mit Aufdruck, Überraschungspäckchen und vieles mehr. Leser von Erbe der Macht, ein MORDs-Team und Heliosphere 2265 finden den Weg zum Stand. Ich plaudere, signiere und wir haben Spaß. Luzia ist dieses Mal leider nicht dabei, Nicole kommt erst später und ist noch krank.

Bekannte Gesichter tauchen auf, die ich von anderen Messen her kenne: Elena, Annika, Sarah, Viktoria und viele mehr. Aber es kamen auch zahlreiche von euch vorbei, die ich bisher nicht kannte. Blogger und Leser, die mit uns plaudern und sogar andere dezent zu unserem Stand geleiten und auf die Bücher aufmerksam machen.
Als Verkäufer bilden Ralf und Ann-Sophie ein Dreamteam. Keiner entkommt ihnen und Ralf darf später sogar signieren. »Liebe XY, schön, dass du da warst. Danke für dein Geld. Kauf das nächste Mal mehr.« Wir kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus.

  

Am Tag davor habe ich noch mit den Leuten am Stand des Skoutz-Awards geplaudert, heute erfahre ich, dass Erbe der Macht in »Urban Fantasy« auf die Midlist gelangt ist. Gleichzeitig ist Band 1 und 2 bei uns am Stand ausverkauft. Einen Tag später auch in der Messebuchhandlung. Ich bin total geflasht und glücklich. Vermutlich dachten alle, dass ich mir Botox in die Mundwinkel habe spritzen lassen, denn ich kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Für Nadine läuft es mit »Cyberworld« ebenfalls richtig super, was mich total für sie freut.

Mittlerweile ist es Freitag und die letzten drei Tage waren ein geniales Erlebnis. Nun ist auch Jenny eingetroffen. Die Gute ist mit Energie und Eleganz dabei und hat wie immer viele tolle Ideen. Gegen Mittag sind ein paar Schneeflocken gefallen. Als wir die Halle verlassen, haben sich riesige Schneeberge aufgetürmt. Es ist eisig kalt, die Straßen zugeschneit. Der kleine Hügel ganz links ist unser Auto. Wir gelangen glücklicherweise zum Abendessen, wo wir in großer Runde Burger vertilgen.

Später geht es ins Hotel, seelisch moralisch auf den Big Saturday vorbereiten. Der wird zwar ordentlich, aber nicht ganz so big wie gedacht. Warum? Weil der Bahnhof geschlossen ist, die Straßenbahnen nicht mehr fahren und überall Chaos ausbricht, erreichen viele die Messe gar nicht. Weltuntergangsstimmung. Aber es ist auch total urig.
Im Hotel machen wir es uns gemütlich. Wir plaudern, lachen, sitzen zusammen im Restaurant. Endlich darf ich bekannt geben, dass Madeleine Puljic neu ins Team der Greenlight Press einsteigt. Sie kommt gleich mit zwei Reihen (»Herz des Winters« und »Darwins Failure«). Auch Nadine hat nun das »Go« für ihre neue Urban-Fantasy-Reihe. Das Jahr wird spannend.

Der letzte Tag der Messe wird noch einmal … kraaaaaas. Zuerst steht eine Lesung am Stand von Lovelybooks an. Meine erste echte Livelesung. Ich bin aufgeregt, aber es macht Spaß. Danach steht noch plaudern mit dem Lovelybooks-Team an. Ich treffe zahlreiche Autorinnen, die ich auch von der Fantasywoche 2018 kenne. Mira Valentin, Jana Mittelstädt (die den Seraph gewinnt – herzlichen Glückwunsch!), Marry Cronos und Nina McKay und natürlich die liebe Nicca Stevens – um nur ein paar zu nennen. Auch Lexy schaut mal wieder vorbei.

  

Viel zu schnell ist alles wieder vorbei. Wir packen ein und schaffen es innerhalb einer Stunde zum Auto. Im Hotelzimmer sitzen wir noch zusammen. Ich, eingewickelt in eine Decke, Ralf auf dem Sessel und Nadine neben mir auf dem Bett. Jenny ist bereits wieder nach Hause gefahren. Es wird ein langer Abend.

Am nächsten Tag sind Ralf und ich nur noch zu zweit, da Nadine schon früh heimfährt.
Roadtrippppppp.
In strahlendem Sonnenschein fahren wir zurück nach Karlsruhe und machen Pläne für die Frankfurter Buchmesse. Ich freue mich schon jetzt darauf.

Wir sehen uns 🙂

Andreas Suchanek
Karlsruhe, 09.04.2018

Meine Serien im Netz:
www.erbedermacht.de
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