Die Comic Con 2016 in Stuttgart oder was mach ich wenn …

Freitag, 24.06.2016 – Es geht los. Seit Tagen rotiere ich, sende Mails, prüfe eingehendes Merchandising. Warum? Die Comic Con 2016 in Stuttgart steht an. Es wird top, es wird gigantisch, ich freue mich … und bin absolut sicher, dass etwas schief gehen wird. Gehört doch dazu oder?
Gemeinsam mit Nicole Böhm (Die Chroniken der Seelenwächter), unserer guten Seele und lebendem Fusionsreaktor Sarah (sie würde Yuna Ishida sofort die Show stehlen) und dem immer gut gelaunten Henrik (ehrlich, niemand kann so unschuldig gucken und grinsen, während er Schabernack macht), fahren wir zum Lager unserer Merchandising Produkte.
Jetzt geht es ans Einpacken. Wer hätte gedacht, dass Taschen, Lesezeichen und Postkarten so schwer sein könnten? Von den Getränkedosen gar nicht zu reden. Aber hey, wir sind sportlich. Bei den Pappaufstellern wird es kurz schwierig, der Dolch von Jess soll schließlich keinesfalls abbrechen. Dann sind wir fertig und brausen über die Autobahn in Richtung Stuttgart.

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Etwa eine Stunde später stehen wir vor der Messe. Zwischenzeitlich haben sich Nicole und Sarah verfahren und ich kämpfe mit dem Hallenplan. Am Ende finden wir unseren Stand aber recht zügig. Super. Öhm. Na guuuut, es sind drei braune Bierbänke vor einer noch brauneren Holzwand. Das dämpft ein wenig die Euphorie. Doch eins nach dem anderen. Erst einmal wird alles ausgeladen. Dabei geht es schon los. Es fehlt an einigen Dingen, die wir dringend benötigen. Kurzerhand werden Henrik und Sarah auf die Pirsch geschickt, während Nicole und ich ein wenig ordnen und aufbauen.

Ein weißes Papiertischtuch überzieht Tische und Wände, Poster hängen an der Seite, rechts und links stehen die Pappaufsteller, seitlich die Kreidetafel, auf der wir das Gewinnspiel ankündigen. Auf den Tischflächen liegen Postkarten, Lesezeichen und Bleistifte. Ein Glas mit Lakritze-Stangen lädt zum Zugreifen ein. Mit stolzgeschwellter Brust stehen wir da, begutachten unser Werk.

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Tja, nun fehlen noch die Messebanner für Rückwand und Tischvorderseite. Wo sind die nur? Okay, eindeutig vergessen worden. Damit stellt sich die Frage, was tun wir jetzt …?

Es herrscht Einigkeit: Wir brauchen die Banner. Es ist etwa 21 Uhr, wir brausen wieder über die Autobahn in Richtung Karlsruhe, dort laden wir die Messebanner ein. Durch Zufall schaue ich noch auf Facebook vorbei. Mein Tag bekommt ein abruptes Highlight. Heliosphere 2265 wurde zum vierten Mal in »Beste Serie« für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. (www.deutscher-phantastik-preis.de). Ebenso freuen kann sich Nicole, deren Seelenwächter ebenfalls in der Liste steht. Ich bin glücklich, sitze mit einem – wenn auch müden – Grinsen im Auto.

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Am nächsten Morgen geht es los. Wir schlingen ein kurzes Frühstück hinunter, düsen zur Halle. Zwanzig Minuten später ist der Tisch vollgestellt und wir sind bereit. Keinen Augenblick zu früh. Denn der Andrang ist gewaltig.
Viele Leser, die ich bisher nur von Facebook her kannte, schauen am Stand vorbei. Wir plaudern und es macht Spaß. Ich signiere CDs, Hardcover, Postkarten und sogar einen Kindle (die Rückseite, keine Angst). Eine Leserin schenkt mir einen selbst gestrickten / gehäkelten Menger-Schwamm / ein Fraktal. So genial!

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Auch ein paar Freunde kommen an den Stand, ziehen dann weiter – Robert Picardo kommt bald. Ein paar Helfer aus Nicoles Familie und die Seelenwächter Models (Luisa und Allesandro). Nach dem ersten Tag sind wir völlig erledigt. Ein kurzes Essen und plumps, ich lande im Bett. Den Aufprall auf der verdammt schmalen Matratze hab ich schon nicht mehr mitbekommen.
Irgendwie habe ich doch gerade die Augen zugemacht. Aber da geht der Wecker sofort wieder los. Auf, auf, rüber in die Messehalle, wo es mit der klimatisierten kühlen Luft auch heute nicht so ganz klappt. Mir tun die Leute ein wenig leid, die sich dicht gedrängt an unserem Stand vorbei schieben. Gut, wir haben es auch nur ein bisschen besser, denn die Luft ist überall zum Schneiden dick.

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